Für wen ist die Begleitung?
Wir Menschen erleben Phasen, in denen alles zu viel wird: Reize, Erwartungen, der unsichtbare Druck des Mental Loads (die oft übersehene Denkarbeit von ständigen Planen, Organisieren, Abwägen und Koordinieren). Hinzu kommen körperliche Veränderungen, Erschöpfung oder emotionale Belastung, manchmal auch Krankheit.
Die Begleitung richtet sich an Menschen, deren Nervensystem durch Stress, Überforderung oder intensive Lebensphasen stark beansprucht ist und die eine körperorientierte Unterstützung suchen.
Passend für dich, wenn du:
- Anzeichen eines überlasteten oder dysregulierten Nervensystems wahrnimmst
- dich häufig angespannt, gestresst oder erschöpft fühlst
- dich innerlich stabiler und ruhiger fühlen möchtest
- dein Nervensystem besser verstehen und gezielt unterstützen möchtest
- einen ruhigen, fachlich fundierten und körperzentrierten Zugang suchst
Der Ansatz zielt auf eine nachhaltige Regulation deines Nervensystems, nicht primär auf kurzfristige Entspannung. Im Zentrum steht die bewusste Wahrnehmung körperlicher Signale und das Verstehen eigener Stress- und Schutzmechanismen. Eine nachhaltige Integration in den Alltag ist hierbei zentral.
Ein wichtiger Aspekt in der Begleitung ist die Co-Regulation: Im sicheren, präsenten Kontakt kann sich dein Nervensystem stabilisieren und neue Erfahrungen von Sicherheit machen. Diese gemeinsame Regulation unterstützt den Körper dabei, aus eigener Kraft wieder in Balance zu finden. Entspannung entsteht dabei oft als Folge, nicht als Ziel.
Die Coaching-Begleitung erfolgt in einem achtsamen Setting und ist keine Therapie, sondern eine fachlich fundierte Form der Begleitung. Erfahrung, Psychoedukation und körperorientierte Praxis werden so verbunden, dass ein verständlicher Zugang zum eigenen Nervensystem entstehen kann.
Die Einzelbegleitung findet im ruhigem Raum (siehe Bild oben) oder nach Absprache online statt.
So läuft die Begleitung ab
Die Begleitung findet in 50-minütigen Sitzungen statt. Im Mittelpunkt steht das Verständnis für die Funktionsweise des eigenen Nervensystems sowie das schrittweise Erlernen von Möglichkeiten zur Regulation. Viele körperliche und emotionale Reaktionen entstehen nicht bewusst, sondern sind Ausdruck der automatischen Aktivität des Nervensystems. Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge kann helfen, eigene Zustände einzuordnen und unterstützend damit umzugehen.
Einerseits wird mit einem Bottom-up-Ansatz gearbeitet - über Körperwahrnehmung, Atmung und intuitive Bewegungsimpulse wird das Nervensystem direkt über den Körper angesprochen. Andererseits werden auch Top-down-Elemente genutzt, bei denen Wissen, Reflexion und bewusste Aufmerksamkeit helfen können, innere Prozesse besser zu verstehen und zu verarbeiten.
Durch einfache, alltagsnahe Übungen kann erfahrbar werden, wie sich kleine körperliche Impulse auf Anspannung, Wahrnehmung und innere Stabilität auswirken können.
Ziel ist es, das grundlegende Gefühl von innerer Sicherheit zu stärken.
Lerne die Sprache deines Nervensystems verstehen: Es spricht zu dir durch feine Signale von Anspannung und Entspannung, lange bevor dein Verstand Worte dafür findet.
Inspiriert durch die Arbeit von Dr. Stephen W. Porges, Professor für Psychiatrie und Mitbegründer des Polyvagal Institute